Mitgliederdialog mit Wilfried Oellers MdB in Erkelenz

 Rund 30 Mitglieder folgten der Einladung des CDU Erkelenz zum Mitgliederdialog mit Wilfried Oellers. @Foto: CDU Erkelenz Rund 30 Mitglieder folgten der Einladung des CDU Erkelenz zum Mitgliederdialog mit Wilfried Oellers. @Foto: CDU Erkelenz

Sommerferien, parlamentarische Sommerpause – und trotzdem ein gut gefüllter Saal: Rund 30 Mitglieder folgten am 23. Juli der Einladung des CDU-Stadtverbandes Erkelenz zum Mitgliederdialog mit unserem Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers MdB bei Müller's Platz. Zwei Stunden lang wurde intensiv, offen und teilweise durchaus kontrovers über aktuelle politische Herausforderungen diskutiert.

Unter den Teilnehmern waren unter anderem Bürgermeister Stephan Muckel, Fraktionsvorsitzender Marwin Altmann, der ehemalige Landtagsabgeordnete Gerd Hachen, JU-Vorsitzender Gabriel Königs, Stadtverbandsvorsitzender Simon Geerkens, der Kreisvorsitzende der Senioren-Union Klaus Steingießer sowie Annette Windelen, die erst wenige Tage zuvor für beeindruckende 80 Jahre CDU-Mitgliedschaft geehrt worden war. Hinzu kamen zahlreiche weitere Ratsvertreter aus Stadt und Kreis. Damit war ein breiter Querschnitt unserer CDU vertreten – von JU über Frauen Union, CDA und MIT bis zur Senioren-Union, von kommunalen Mandatsträgern bis zu Mitgliedern ohne Funktion. Eine Mischung, die den Begriff Mitgliederdialog mit Leben füllte.

@Foto: CDU Erkelenz

Schon zu Beginn wurde deutlich: Dies sollte kein Vortrag aus Berlin, sondern ein echter Dialog werden. Aktuelle bundespolitische Entwicklungen und die Glaubwürdigkeit politischer Entscheidungen wurden ebenso offen angesprochen wie der Wunsch, dass der Informationsfluss innerhalb der Partei nicht nur von oben nach unten funktioniert. Auch Erwartungen, Sorgen und Kritik der Basis müssen ihren Weg nach Berlin finden. Oellers nahm die Rückmeldungen auf und sagte zu, die angesprochenen Positionen in die entsprechenden Gremien mitzunehmen.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete die dramatische Finanzlage der Städte und Gemeinden. Steigende Sozialausgaben und immer neue Aufgaben bringen die kommunalen Haushalte zunehmend an ihre Grenzen. Wenn Schwimmbäder, Turnhallen oder Schulen aufgrund fehlender finanzieller Spielräume gefährdet sind, wird staatliche Handlungsfähigkeit für die Menschen unmittelbar vor Ort spürbar.

Oellers machte deutlich, dass die Situation der Kommunen auch in Berlin angekommen sei. Neben einer besseren finanziellen Ausstattung müsse es um strukturelle Veränderungen, effizientere Verfahren und weniger Bürokratie gehen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die stark gestiegenen Kosten der Eingliederungshilfe – ein Thema, mit dem sich der CDU-Stadtverband Erkelenz gemeinsam mit dem Kreisverband Heinsberg bereits intensiv beschäftigt hat.

Lebhaft diskutiert wurde auch die wirtschaftliche Entwicklung. Hohe Energiekosten, Arbeitsplatzverluste und Bürokratie belasten die Unternehmen. Oellers verwies auf steuerliche Investitionsanreize und Entlastungen, machte zugleich aber deutlich, dass weitere Schritte notwendig seien.

Auch der Sozialstaat kam zur Sprache: Wer Unterstützung benötigt, muss sie erhalten. Gleichzeitig müssen staatliche Strukturen effizienter, einfacher und digitaler werden. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bieten gerade angesichts des demografischen Wandels große Chancen, Verfahren zu verschlanken und den Personalaufwand zu reduzieren.

Von Gesundheit und Rente über Familienpolitik und Migration bis zu aktuellen Entscheidungen der Bundesregierung wurde auch bei unterschiedlichen Auffassungen offen diskutiert. Gerade das machte den Abend aus: Kritik wurde nicht als Störung verstanden, sondern als Bestandteil einer lebendigen Volkspartei.

Nach rund zwei Stunden blieb vor allem eine Erkenntnis: Politik lebt vom Austausch. Wer in Berlin Verantwortung trägt, muss wissen, was Mitglieder und Menschen vor Ort bewegt – und umgekehrt ist es wichtig, Hintergründe politischer Entscheidungen aus erster Hand zu erfahren.

Der CDU-Stadtverband Erkelenz dankt Wilfried Oellers und allen Teilnehmern für den engagierten Austausch. Der große Zuspruch mitten in den Sommerferien zeigt: Das Interesse an politischer Debatte und an der Zukunft unserer CDU ist groß.